SCHERENSCHNITT. SCHATTENKUNST. KUNST IM SCHATTEN.
Oft ist wenig über das vielfältige Schaffen Karl Heinrich Waggerls bekannt. Der Autodidakt überzeugte nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Fotograf, Maler, Grafiker und Kunsthandwerker. Besonders schätzte er den Scherenschnitt: Eigene Stücke sind dauerhaft in der Werkstatt des Waggerl Haus Museums zu sehen; zahlreiche Werke anderer Künstlerinnen und Künstler liegen im Archiv. Die aktuelle Sonderausstellung widmet sich dieser „Schattenkunst“ und zeigt ausgewählte Arbeiten. Silhouetten gelangten seit ca. 100 n. Chr. mit dem Papier aus China über den Orient nach Europa, wurden ab dem 18. Jahrhundert populär und fanden von Goethe bis zum Jugendstil vielfältige Anwendung – bis heute, trotz ihres „Schattendaseins“.
Das Waggerl Haus Museum in Wagrain bewahrt Leben und Werk eines der bedeutendsten österreichischen Autoren. 1897 in Bad Gastein geboren, lebte Waggerl ab 1920 in Wagrain, wo er bis zu seinem Tod 1973 im heutigen Museum schrieb. Dank einer Schenkung von Edith Waggerl wurde das Haus 1994 als Museum eröffnet; zentrale Räume blieben im Originalzustand. Ausgestellt sind literarische Arbeiten sowie kunsthandwerkliche Zeugnisse des Buchbinders, Malers, Zeichners und Fotografen. Informationstafeln, Hörstationen und ein Film vertiefen Person und Werk. Das Museum versteht sich als Ort des Dialogs – und als Reflexionsraum über „Heimat“, einen Schlüsselbegriff Waggerls.
SONDERPROGRAMM | ganztags: Versuche dich selbst in der Kunst des Scherenschnitts. Eine Kunst für Groß und Klein. Materialien und Anleitungen dazu liegen auf.
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Tel: +43 664 2360014